Als ich am Samstagmorgen recht früh Richtung Golfplatz Kürten aufgebrochen bin, hatte ich zwei Erwartungen im Gepäck, die sich beide bestätigen sollten.

Schon auf dem Weg zur Driving Range wurde mir schnell klar: Heute geht es auf und ab. Der Par-72-Platz bietet das, was man im Bergischen Land einfach erwarten darf; ein hügeliges Erscheinungsbild mit weitem Blick auf umliegende Täler, Wälder und Wiesen. Schließlich ist er auch Teil der „Bergerhöhe“, ein Höhenzug in Kürten zwischen den Bachtälern der Sülz und ihrem Zufluss Altenbach. Für das Spiel bedeutet das, man steht häufiger oberhalb oder unterhalb des Balles, was durchaus herausfordernd ist.

Besonders gut gefallen hat mir, dass man vor Ort auch als Gast keine Abschlagzeit buchen muss. Am Samstagvormittag war zudem nicht viel los auf dem Platz. Das Wetter hat bestimmt dazu beigetragen; immer wieder zogen Regenschauer auf, die meine Freude am Spiel aber nicht beeinträchtigen konnten. Ihr wisst ja, dass es für Golfer kein schlechtes Wetter gibt. Diese herrliche Ruhe in der Natur ist einfach unglaublich entschleunigend und gibt mir immer wieder Kraft. Auch typisch bergisch: Neben den Bahnen grasen Kühe und Pferde und ich meine auch eine Schafherde entdeckt zu haben. An einigen Grüns duftete es nach Holunder.

Mein Spiel war wieder einmal recht durchwachsen. Zu viele Bogeys verhinderten ein richtig gutes Ergebnis; ich musste mich mit wenigen Pars begnügen. Auf den schnellen Grüns habe ich einfach zu viele Punkte liegen gelassen. Wie so oft. Dafür verzeihen die breiten Fairways auf einigen Bahnen, wenn der Schlag nicht ganz die ideale Flugbahn nimmt. Wenigstens habe ich keinen Ball in einem der fünf Teiche des Platzes versenkt.

Nach der Runde habe ich im Clubhaus ein alkoholfreies Weizen genossen, um meine Kraftreserven wieder aufzufüllen. Auf der Theke vor mir stand ein Blech selbstgebackener Erdbeerkuchen; sehr verlockend, ich konnte aber widerstehen. Insgesamt ein sehr gelungener Ausflug nach Kürten; ich komme gerne wieder.

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